Einbruchschutz in Mietwohnungen
🔑 Einbruchschutz in der Mietwohnung
Was Mieter in Bremen wirklich dürfen – und wie Sie Ihre Wohnung wirksam sichern

Wie kann ich meine Mietwohnung in Bremen einbruchsicher machen – auch ohne Eigentümer zu sein?
Als Mieter können Sie mehr tun, als viele denken:
- hochwertigen Schließzylinder tauschen (Original aufbewahren),
- Fenstersicherungen und abschließbare Griffe nachrüsten,
- mobile Funk-Alarmanlagen einsetzen,
- mit Zustimmung des Vermieters Zusatzschlösser oder Panzerriegel montieren.
Wichtig sind drei Punkte:
- Rückbaubarkeit (beim Auszug wieder entfernbar),
- Abstimmung mit dem Vermieter bei baulichen Eingriffen,
- ein durchdachtes Gesamtkonzept statt einzelner „Gadgets“.
Wer das beherzigt, kann seine Mietwohnung in Bremen spürbar sicherer machen – ganz ohne Stress mit der Hausverwaltung.
1. Typische Denkfehler von Mietern – und warum Untätigkeit gefährlich ist
Aus der Praxis kennen wir zwei verbreitete Haltungen:
- „Ich bin ja nur Mieter, ich darf sowieso nichts ändern.“
- „Für Sicherheit ist der Vermieter zuständig – ich kann da wenig machen.“
Beides führt dazu, dass Fenster ungesichert bleiben, Türen mit alten Standardzylindern laufen und keine Alarmtechnik genutzt wird – obwohl die Wohnung z. B. im Erdgeschoss liegt oder leicht über Balkon/Terrasse erreichbar ist.
Verhaltenspsychologisch steckt dahinter oft:
- Verantwortungsverschiebung – „der Eigentümer muss sich kümmern“.
- Komfortdenken – Sicherheit wird als kompliziert empfunden, also schiebt man das Thema weg.
- Gewöhnung – „Hier ist noch nie etwas passiert“, also fühlt sich der Status quo „schon irgendwie sicher“ an.
Die Realität:
Einbrecher unterscheiden nicht zwischen Eigentum und Miete.
Je leichter der Zugang, desto attraktiver das Objekt – völlig unabhängig vom Namen im Grundbuch.
Gerade Mieter in Bremen können mit überschaubaren Maßnahmen viel bewirken, ohne Mietrechte zu verletzen.
2. Sicherheit beginnt an der Wohnungstür – was Mieter tatsächlich dürfen
🔐 Schließzylinder austauschen
In den meisten Fällen dürfen Sie als Mieter:
- den Profilzylinder der Wohnungstür durch einen modernen Sicherheitszylinder ersetzen,
- den Originalzylinder aufbewahren und beim Auszug wieder einbauen.
Sinnvoll sind u. a.:
- Bohr- und Ziehschutz
- erhöhter Kopierschutz (Sicherungskarte)
- sauber passende Länge zum Beschlag
Wir empfehlen:
Den Vermieter informieren (Transparenz schafft Vertrauen) und bei Bedarf einen Zweitschlüssel für Notfälle bereithalten – je nach Hausordnung und Mietvertrag.
👉 Mehr technische Hintergründe finden Sie in Ihrem Ratgeber zu mechanischen vs. elektronischen Schließzylindern.
🧱 Tür-Zusatzschlösser & Panzerriegel – mit Vermieterabstimmung
Zusatzsicherungen an der Tür sind oft bauliche Veränderungen, weil:
- in Türblatt und Zarge gebohrt wird,
- sichtbare Bauteile von außen erkennbar sind (z. B. Panzerriegel).
Daher gilt:
- Zustimmung des Vermieters einholen, idealerweise schriftlich.
- deutlich machen:
- höhere Sicherheit,
- Werterhalt des Objekts,
- kein Nachteil für Folge-Mieter.
Mögliche Lösungen:
- Tür-Zusatzschloss mit Sperrbügel (Kastenschloss)
- Panzerriegel (Querriegelschloss) für besonders gefährdete Wohnungstüren
- stabil montierte Türkette als einfache Zusatzmaßnahme
Viele Vermieter stimmen solchen Maßnahmen zu, wenn:
- fachgerechte Montage durch einen Fachbetrieb zugesichert ist,
- klar ist, ob die Sicherungen bei Auszug bleiben oder der Ursprungszustand wiederhergestellt wird.
3. Fenstersicherheit in Mietwohnungen – große Wirkung mit kleinen Eingriffen
Gerade in Bremen sind viele Mietwohnungen:
- im Erdgeschoss,
- über Hof- und Gartenseiten leicht erreichbar,
- mit älteren Fensterelementen ausgestattet.
Hier lassen sich mit mietvertragskonformen Mitteln viel erreichen:
🪟 Abschließbare Fenstergriffe
- einfacher Austausch vorhandener Griffe
- rückbaubar
- wichtiges Element, wenn Versicherer abschließbare Griffe verlangen
🔩 Aufschraubbare Fenstersicherungen
- zusätzliche Sicherungen (z. B. Riegel, Stangenschlösser) innen am Rahmen
- erschweren das Aufhebeln erheblich
- kleine Schraublöcher lassen sich beim Auszug spachteln
🧊 Sicherheitsfolien
- innen auf die Scheibe geklebt
- erschweren das schnelle Durchgreifen nach Glasbruch
- in der Regel rückstandslos entfernbar
Für viele Mietobjekte gilt:
Fenster sind oft die spürbar größere Schwachstelle als die Wohnungstür.
Gerade hier lohnt sich eine individuelle Analyse, welche Nachrüstung in Bremen sinnvoll ist.
4. Alarmtechnik & Smart Home – Sicherheit ohne „Stemmarbeiten“
📡 Mobile Funk-Alarmanlagen
Funkbasierte Anlagen sind für Mieter besonders interessant, weil sie:
- ohne Schlitzfräsen und Kabelverlegung auskommen,
- mit Klebe- oder Schraubmontage auskommen,
- beim Auszug weitgehend spurlos entfernt werden können.
Typischer Aufbau:
- Tür-/Fensterkontakte
- Bewegungsmelder im Flur/Wohnbereich
- Innensirene, optional App-Benachrichtigung
Außensirene oder Eingriffe in die Fassade sollten Sie immer mit dem Vermieter abstimmen – im Zweifel ist eine gut platzierte Innensirene in der Wohnung die pragmatischere Lösung.
🎥 Kameras & smarte Klingeln – rechtliche Grenzen beachten
- Innenkameras im eigenen Wohnbereich → unkritisch, solange keine Nachbarbereiche aufgenommen werden.
- Video-Türklingeln, Außenkameras → unbedingt mit Vermieter und ggf. Mitbewohnern abstimmen.
- Gemeinschaftsbereiche (Treppenhaus, Hauseingang, Hof) sind besonders sensibel.
Aus verhaltenspsychologischer Sicht wichtig:
Schon die sichtbare Präsenz von Technik (Kamera, Gegensprechanlage, Bewegungsmelder) kann abschreckend wirken – ohne Panik zu erzeugen.
5. Vermieter & Versicherung: Sicherheit gemeinsam denken
🤝 Vermieter früh einbinden
Gute Gesprächspunkte in Bremen sind u. a.:
- Einbruchstatistik im Stadtteil (z. B. Erdgeschosslagen, zurückliegende Vorfälle)
- Hinweis, dass verbesserter Einbruchschutz auch das Vermietobjekt schützt
- Angebot, Maßnahmen fachgerecht montieren zu lassen
Viele Konflikte entstehen, wenn Mieter „heimlich“ bohren und der Eigentümer erst beim Auszug davon erfährt.
Besser: offen ansprechen, klar dokumentieren, was rückbaubar ist.
🧾 Versicherungsschutz klären
- Hausratversicherung des Mieters: sichert Ihr Eigentum ab
- Gebäudeversicherung des Vermieters: betrifft Türen, Fenster, Fassade
Sinnvoll:
- klären, ob bestimmte Sicherheitsstandards gefordert sind (z. B. abschließbare Fenstergriffe im EG),
- sicherstellen, dass bei Schlüsselverlust / Einbruch klare Abläufe festgelegt sind.
6. Psychologischer Effekt: Sicherheit spüren, nicht nur installieren
Ein oft unterschätzter Punkt:
- Wer aktiv Maßnahmen ergreift (Zylinder tauscht, Fenster sichert, Alarmanlage nutzt),
fühlt sich weniger ausgeliefert.
- Das Sicherheitsniveau steigt objektiv – aber auch das subjektive Sicherheitsgefühl.
Umgekehrt:
- Wer alles auf „den Vermieter“ schiebt, bleibt in einer passiven Rolle.
- Das kann zu dauerhafter Unruhe führen, vor allem nach einem Einbruchsversuch im Haus.
Einfacher Satz, den wir in vielen Beratungsgesprächen sehen:
Je klarer die eigene Sicherheitsstrategie, desto ruhiger wird der Alltag.
Auch – und gerade – in einer Mietwohnung.
7. Fazit
Mietwohnung in Bremen einbruchsicher machen – geht das?
Ja. Und zwar deutlich besser, als viele annehmen.
Wenn Sie:
- rückrüstbare Maßnahmen wählen,
- den Vermieter bei baulichen Veränderungen einbinden,
- Fenster, Türen und ggf. Alarmtechnik als Gesamtsystem betrachten,
dann können Sie Ihre Mietwohnung spürbar sicherer machen – ohne Stress mit der Hausverwaltung.
👉 Wenn Sie unsicher sind, was in Ihrer konkreten Situation sinnvoll und zulässig ist, unterstützen wir Sie gern.
Wir schauen uns Ihre Wohnlage in Bremen an, klären, welche Maßnahmen Sie als Mieter selbst umsetzen können, und wo die Abstimmung mit dem Vermieter nötig ist.
So entsteht ein Einbruchschutz-Konzept, das zu Ihrem Mietvertrag, Ihrem Alltag und Ihrem Sicherheitsbedürfnispasst – statt nur aus Einzelprodukten zu bestehen.
Schlegel Sicherheitstechnik – wir helfen Ihnen, Ihre Mietwohnung in Bremen so zu sichern, dass Sie ruhig schlafen können – auch, wenn Sie „nur Mieter“ sind.
















































