Sicherheitsschließbleche für Kellertüren in Bremen
Nachrüstung von Sicherheitsschließblechen an Kellertüren einer Wohnanlage in Bremen
Wenn die Schwachstelle nicht die Tür, sondern der Rahmen ist
Im Rahmen eines Projektes in einer Wohnanlage in Bremen wurden wir mit der nachträglichen mechanischen Absicherung von insgesamt 15 Kellereingangstüren beauftragt.
Hintergrund waren mehrere Einbruchsversuche an den Kellerzugängen in der Vergangenheit. Dabei zeigte sich ein typisches Problem älterer Türanlagen:
Nicht das Türblatt oder der Schließzylinder stellte die eigentliche Schwachstelle dar, sondern die Verriegelung im Rahmenbereich.
An den Türen waren ursprünglich einfache Schließbleche verbaut, wie sie häufig eher aus dem Innenbereich oder von leichteren Türsituationen bekannt sind. Die Befestigung erfolgte lediglich mit kleinen Schrauben direkt im Holzrahmen.
Bei mechanischer Belastung führte dies dazu, dass:
- Schließbleche aus dem Rahmen herausbrachen
- Holzbereiche beschädigt wurden
- und in einem Fall eine Kellertür geöffnet werden konnte
Das Foto der Ausgangssituation zeigt deutlich, wie gering die ursprüngliche mechanische Absicherung im Verriegelungsbereich war.
Ziel der Maßnahme
Im Zuge der Überprüfung wurden verschiedene Möglichkeiten zur Verbesserung der mechanischen Sicherheit besprochen.
Vorgeschlagen wurden:
- Sicherheitsschließbleche
- sowie Tür-Einsteckschlösser mit Automatikverriegelung
Im ersten Schritt entschied sich die Wohnungseigentümergemeinschaft zunächst für die Nachrüstung von Sicherheitsschließblechen an allen 15 Türen.
Der Fokus lag dabei auf:
- einer besseren Kraftverteilung
- einer stabileren Verankerung im Rahmen
- sowie einer deutlich höheren Widerstandsfähigkeit gegen Hebel- und Druckbelastungen
Prüfung der vorhandenen Rahmenkonstruktion
Bei der Bestandsaufnahme wurde zunächst geprüft, ob die vorhandenen Holzrahmen die zusätzlichen Kräfte dauerhaft aufnehmen können.
Dabei wurde kontrolliert:
- ob bereits strukturelle Schäden vorhanden sind
- ob das Holz tragfähig ist
- und ob eine sichere Verankerung möglich bleibt
Die Prüfung verlief positiv.
Dies bestätigte sich später auch bei der Bearbeitung der Rahmenbereiche:
Das Holz befand sich trotz der vorhandenen Beschädigungen weiterhin in einem tragfähigen Zustand.
Durchführung der Arbeiten
Für die Montage der neuen Sicherheitsschließbleche wurden die vorhandenen Schließbleche zunächst demontiert.
Anschließend erfolgte:
- das exakte Anzeichnen der neuen Positionen
- das Abkleben der Bereiche mit Kreppband
- sowie die Vorbereitung der Rahmenausschnitte
Um saubere und kontrollierte Kanten zu erhalten, wurden die Konturen zunächst mit einem Multifunktionswerkzeug eingesägt. Danach wurden die benötigten Bereiche vorsichtig mit dem Stemmeisen ausgearbeitet.
Dieses Vorgehen sorgt dafür, dass:
- das neue Schließblech sauber im Rahmen sitzt
- die Kräfte gleichmäßig übertragen werden
- und keine unnötigen Beschädigungen am Holz entstehen
Die neuen Sicherheitsschließbleche wurden anschließend:
- mit mehreren Befestigungsschrauben
- sowie zusätzlich mit langen, schräg gesetzten Schrauben tief im tragfähigen Rahmenbereich verankert
Dadurch wird die auftretende Belastung nicht mehr nur punktuell aufgenommen, sondern deutlich besser in die Rahmenkonstruktion eingeleitet.
Einstellung der Türen nach der Montage
Nach der Montage erfolgte die Nachjustierung der Türen.
Dieser Schritt ist wichtig, da:
- Schlossfalle
- Schließblech
- Türdruck
- und Türspiel
sauber aufeinander abgestimmt sein müssen.
Nur so ist gewährleistet, dass:
- die Tür korrekt verriegelt
- die Falle sauber einrastet
- und die Tür weiterhin leicht bedient werden kann
Das letzte Bild zeigt die fertig montierte Situation nach Abschluss der Arbeiten.
Warum solche Maßnahmen sinnvoll sind
Viele Einbruchversuche erfolgen nicht mit hochspezialisierten Methoden, sondern durch rohe mechanische Gewalt gegen die schwächsten Punkte einer Tür.
In Mehrfamilienhäusern betrifft dies häufig:
- Kellerzugänge
- Nebeneingänge
- Verbindungstüren
- oder ältere Rahmenkonstruktionen
Selbst hochwertige Schließzylinder helfen nur eingeschränkt, wenn die Verriegelung im Rahmenbereich nachgibt.
Mechanische Sicherheit entsteht deshalb immer als Gesamtsystem aus:
- Türblatt
- Schloss
- Verriegelung
- Rahmen
- und Befestigungstechnik
Fazit
Die Nachrüstung von Sicherheitsschließblechen ist eine vergleichsweise überschaubare Maßnahme, kann aber die mechanische Widerstandsfähigkeit einer Tür deutlich verbessern.
Gerade bei älteren Kellerzugängen zeigt sich häufig, dass die ursprüngliche Konstruktion heutigen Belastungen oder gezielten Hebelversuchen nicht dauerhaft standhält.
Durch die neue Verankerung und die stabilere Kraftverteilung konnten die betroffenen Türen technisch deutlich verbessert werden, ohne die komplette Türanlage ersetzen zu müssen.
Schlegel Sicherheitstechnik
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