Montage einer ABUS Comfion Funkalarmanlage in einer Gewerbeeinheit
Montage einer ABUS Comfion Funkalarmanlage in einer Gewerbeeinheit
Bei diesem Auftrag wurde eine Gewerbeeinheit mit einer individuell geplanten ABUS Comfion Funkalarmanlage ausgestattet. Installiert wurden eine Alarmzentrale, zehn Bewegungsmelder, zwei PIR-Kameramelder, elf Funk-Rauchwarnmelder, zwei Funk-Innensirenen, zwei Bedienteile und 15 Transponder. Der eigentliche Arbeitsumfang begann jedoch deutlich vor der Montage: mit Objektanalyse, Grundrissplanung, Benutzer- und Berechtigungskonzept und der Frage, wie im Alarmfall sinnvoll reagiert werden soll.
Erst verstehen, wie das Objekt genutzt wird
Eine Alarmanlage sollte nicht mit der Frage beginnen, wie viele Melder sich in einem Gebäude montieren lassen. Im ersten Schritt wurde deshalb gemeinsam mit dem Betreiber besprochen, wie die Gewerbeeinheit genutzt wird, welche Zugänge im täglichen Betrieb eine Rolle spielen, welche Bereiche überwacht werden sollen und welche Anforderungen an Bedienung und Alarmierung bestehen.
Dabei ging es unter anderem um folgende Fragen:
- Welche Bereiche sollen überwacht werden?
- Welche Ein- und Ausgänge werden von Mitarbeitern genutzt?
- Wo ist eine normale Bewegungsüberwachung ausreichend?
- In welchen Bereichen ist eine zusätzliche bildliche Alarmverifikation sinnvoll?
- Wie soll die Anlage aktiviert und deaktiviert werden?
- Welche Mitarbeiter erhalten welche Berechtigungen?
- Wie soll eine Alarmmeldung weitergegeben werden?
- Wer soll im Alarmfall informiert werden und reagieren?
Auf Grundlage dieser Informationen wurde eine Grundrissskizze für die weitere Planung angefertigt. Darin wurden die vorgesehenen Positionen der Bewegungsmelder, PIR-Kameramelder, Rauchwarnmelder, Innensirenen und Bedieneinheiten festgelegt. Gerade bei einer Einbruchmeldeanlage gehört die Positionierung der einzelnen Komponenten bereits zur eigentlichen Sicherheitsplanung. Ein Bewegungsmelder sollte nicht dort sitzen, wo er sich besonders einfach befestigen lässt, sondern dort, wo Erfassungsbereich, Raumgeometrie und tatsächliche Nutzung sinnvoll zusammenpassen.
Die für das Objekt zusammengestellte Technik
Für die Gewerbeeinheit wurden folgende Komponenten vorbereitet und installiert:
- 1 ABUS Comfion Alarmzentrale
- 10 Comfion Funk-Bewegungsmelder FUBW80000
- 2 Comfion Funk-PIR-Kameramelder FUBW80200
- 11 Comfion Funk-Rauchwarnmelder FURM80000
- 2 Comfion Funk-Innensirenen FUSG80100
- 2 Comfion MIFARE-DESFire-Bedienteile FUBE80100
- 15 Transponder für die vorgesehenen Nutzer
Die Comfion ist modular aufgebaut und kann bei verändertem Sicherheitsbedarf später um weitere geeignete Komponenten ergänzt werden. ABUS führt für das System unter anderem Videoüberwachung und kompatible elektronische Zutrittslösungen als Erweiterungsmöglichkeiten auf. Damit wurde bei diesem Auftrag nicht nur der aktuelle Bedarf berücksichtigt, sondern auch darauf geachtet, spätere Veränderungen im Betrieb nicht unnötig einzuschränken.
Benutzer und Berechtigungen wurden bereits im Vorfeld geplant
Neben der technischen Planung musste geklärt werden, wer die Alarmanlage später auf welche Weise bedienen darf.
Dafür wurde gemeinsam mit dem Betreiber eine Mitarbeiterübersicht erstellt. Darin wurde festgehalten, welcher Mitarbeiter einen Transponder erhält, wer mit einer persönlichen PIN arbeitet und bei welchen Nutzern gegebenenfalls beide Merkmale miteinander kombiniert werden sollen. Das eingesetzte MIFARE-DESFire-Bedienteil ermöglicht die Bedienung über das kapazitive Tastenfeld sowie berührungslos über einen RFID-Transponder. Zusätzlich kann eine Zwei-Faktor-Authentifizierung eingerichtet werden. Das Bedienteil zeigt außerdem den aktuellen Anlagenstatus und Störungen auf seinem beleuchteten Display an.
Die 15 vorgesehenen Transponder wurden anschließend in das System eingelesen und den entsprechenden Mitarbeitern zugeordnet.
Damit wird ein wichtiger Punkt bereits bei der Einrichtung berücksichtigt:
Nicht nur die Technik muss stimmen – auch Berechtigungen und Zuständigkeiten müssen nachvollziehbar geregelt sein.
Programmierung nach der zuvor erstellten Planung
Vor beziehungsweise während der Montage wurde die Comfion entsprechend der zuvor erstellten Planung eingerichtet. Dazu wurden die benötigten Räume und Bereiche im System angelegt und die einzelnen Komponenten anschließend eindeutig zugeordnet. Damit lässt sich eine spätere Meldung wesentlich besser einordnen. Statt lediglich zu wissen, dass irgendein Melder ausgelöst hat, kann das Ereignis dem entsprechend bezeichneten Bereich beziehungsweise Gerät zugeordnet werden.
Gerade bei einer Gewerbeeinheit mit mehreren Räumen und mehreren Mitarbeitern erleichtert eine saubere Struktur später nicht nur die Bedienung, sondern auch Wartung, Prüfung und mögliche Anpassungen.
Zehn Bewegungsmelder für die Innenraumüberwachung
In der Gewerbeeinheit wurden zehn Comfion Funk-Bewegungsmelder FUBW80000 installiert.
Die PIR-Bewegungsmelder erkennen Personen anhand ihrer Körperwärme. ABUS gibt einen Erfassungsbereich von ungefähr 12 × 12 Metern an. Zusätzlich verfügen die Geräte über ein integriertes Thermometer und Hygrometer, sodass neben der Bewegung auch Raumtemperatur und Luftfeuchtigkeit erfasst werden können. Diese zusätzlichen Werte können bei entsprechendem Ausbau auch für Automatisierungsfunktionen genutzt werden.
Für diesen Auftrag stand jedoch die Sicherheitsfunktion im Vordergrund: Jeder Melder wurde entsprechend der zuvor geplanten Position montiert und anschließend eindeutig dem jeweiligen Bereich zugeordnet.
Zwei PIR-Kameramelder zur besseren Alarmverifikation
In zwei ausgewählten Bereichen wurden zusätzlich Comfion Funk-PIR-Kameramelder FUBW80200 eingesetzt.
Sie kombinieren einen PIR-Bewegungsmelder mit einer integrierten Kamera. Wird ein entsprechender Alarm ausgelöst, können laut ABUS bis zu fünf Bilder unmittelbar an das Smartphone beziehungsweise per E-Mail übertragen werden. Der angegebene Erfassungsbereich liegt ebenfalls bei bis zu etwa 12 × 12 Metern. Damit entsteht ein wesentlicher Unterschied zu einer reinen Bewegungsmeldung.
Die Information „Bewegung erkannt“ sagt zunächst nur, dass ein Melder ausgelöst hat. Stehen zusätzlich Bilder der Situation zur Verfügung, kann eine Alarmmeldung wesentlich besser eingeordnet werden.
Die PIR-Kameramelder sind dabei nicht mit einer vollständigen Videoüberwachungsanlage gleichzusetzen. Ihre Aufgabe liegt vor allem in der bildlichen Verifikation eines Alarmereignisses.
Eine weitergehende Videoüberwachung kann ergänzt werden
Wenn der Sicherheitsbedarf später steigt, kann die Comfion zusätzlich mit kompatiblen IP-Kameras kombiniert werden. Die hier eingesetzte Comfion-Zentrale FUAA80000 unterstützt laut ABUS bis zu vier IP-Videokanäle. Abhängig von Ausstattung und Speichermedium sind ereignisgesteuerte Aufzeichnungen oder eine dauerhafte Aufzeichnung möglich.
Damit lässt sich das System bei Bedarf über die reine Alarmverifikation durch PIR-Kameramelder hinaus zu einer weitergehenden Videoüberwachung ergänzen. Ob und in welchem Umfang eine Videoüberwachung in einem Gewerbeobjekt sinnvoll und zulässig ist, muss allerdings separat geplant und unter Berücksichtigung der jeweiligen rechtlichen und betrieblichen Rahmenbedingungen bewertet werden.
Elf Rauchwarnmelder wurden in das System eingebunden
Neben der Einbruchüberwachung wurden insgesamt elf Comfion Funk-Rauchwarnmelder FURM80000 installiert.
Der Melder arbeitet nach dem photoelektrischen Prinzip. Bei einer Rauchdetektion gibt er einen 85-dB-Warnton aus und meldet das Ereignis zusätzlich über das Comfion-System. ABUS gibt einen Erfassungsbereich von bis zu 50 m² und eine Batterielebensdauer von bis zu fünf Jahren an. Der Melder ist nach EN 14604 zertifiziert. Damit beschränkt sich die installierte Anlage nicht ausschließlich auf Einbruchmeldungen. Auch die Rauchdetektion wird in das übergeordnete Sicherheitssystem eingebunden.
Zwei Innensirenen für eine eindeutige Alarmierung im Objekt
Zusätzlich wurden zwei Comfion Funk-Innensirenen FUSG80100 installiert.
Im Alarmfall erzeugen sie einen deutlich wahrnehmbaren Alarmton mit bis zu 105 dB. Die Innensirene kann darüber hinaus unterschiedliche Alarm- und Systemzustände über vorgegebene Sprachansagen ausgeben und den Systemstatus optisch über eine LED anzeigen. Damit hören anwesende Personen nicht lediglich, dass irgendwo eine Sirene ausgelöst hat. Die Sprachmeldungen können zusätzlich helfen, das Ereignis einzuordnen.
Gerade in einer Gewerbeeinheit ist die interne Signalisierung wichtig. Eine Push-Mitteilung auf einem Smartphone allein stellt nicht sicher, dass während des laufenden Betriebes alle relevanten Personen einen Alarm unmittelbar wahrnehmen. Interessant ist auch eine Zusatzfunktion der Innensirenen: Im Gerät sind ebenfalls Thermometer und Hygrometer integriert. Die erfassten Temperatur- und Feuchtewerte können für entsprechende Automatisierungsfunktionen genutzt werden.
Zwei Bedienteile für Haupt- und Nebenzugang
Für die tägliche Bedienung wurden zwei Comfion MIFARE-DESFire-Bedienteile FUBE80100 installiert.
Die Bedienteile ermöglichen das Scharf- und Unscharfschalten der Anlage sowohl über PIN als auch über die eingelesenen MIFARE-DESFire-Transponder. Zusätzlich kann eine Zwei-Faktor-Authentifizierung eingesetzt werden, bei der zwei Berechtigungsmerkmale miteinander kombiniert werden. Die Bedienteile verfügen über ein großes beleuchtetes Display zur Anzeige des Systemstatus und sind ebenfalls nach EN 50131 Grad 2 zertifiziert.
Bei einer Gewerbeeinheit ist dieser Punkt nicht zu unterschätzen.
Eine Alarmanlage kann technisch noch so leistungsfähig sein: Wenn die tägliche Bedienung für Mitarbeiter unnötig kompliziert ist, steigt das Risiko von Bedienfehlern und Fehlalarmen.
Sicherheitsniveau und Alltagstauglichkeit müssen deshalb zusammenpassen.
Verzögerungen können an den betrieblichen Ablauf angepasst werden
Bei der Einrichtung einer Alarmanlage muss auch berücksichtigt werden, dass berechtigte Personen Zeit benötigen können, einen überwachten Bereich zu betreten oder nach der Aktivierung zu verlassen. Die Comfion unterstützt entsprechende Ein- und Ausgangsabläufe beziehungsweise Zeitverzögerungen. ABUS beschreibt diese Funktion ausdrücklich auch für die Bedienung des Systems, damit das Gebäude betreten oder verlassen werden kann, ohne unmittelbar einen Fehlalarm auszulösen.
Wie diese Zeiten eingestellt werden, sollte sich nach den tatsächlichen Zugängen und Laufwegen richten. Zu kurze Zeiten erzeugen unnötigen Stress. Zu lange Zeiten können den Sicherheitsgedanken schwächen.
Deshalb gehört auch diese Einstellung zur individuellen Planung und nicht zu einem pauschalen Standardwert.
Eine Alarmanlage braucht auch einen sinnvollen Alarmweg
Die technische Auslösung eines Alarms ist nur der erste Schritt. Entscheidend ist anschließend die Frage: Wer erfährt davon – und was passiert dann?
Die Comfion unterstützt unterschiedliche Kommunikations- und Alarmierungswege. ABUS nennt unter anderem Push-Benachrichtigung, Telefonanruf, SMS, E-Mail sowie die direkte Aufschaltung auf eine Notruf- beziehungsweise Serviceleitstelle. Für die Kommunikation steht außerdem Mobilfunk beziehungsweise 4G als zusätzlicher Übertragungsweg zur Verfügung.
Damit kann die Alarmierung an die tatsächlichen Anforderungen des Betreibers angepasst werden. Bei einer Gewerbeeinheit, die nachts oder am Wochenende nicht besetzt ist, kann beispielsweise eine professionelle Leitstellenaufschaltung sinnvoller sein als ausschließlich eine Nachricht auf das Mobiltelefon einer einzelnen Person.
Die Alarmkette muss vor dem Ernstfall geklärt sein
Mit dem Betreiber wird deshalb auch besprochen, dass neben der technischen Alarmierung eine klare Alarm- und Reaktionskette festgelegt werden sollte. Dabei sollten unter anderem folgende Punkte geregelt sein:
- Wer erhält eine Alarmmeldung zuerst?
- Wer ist außerhalb der Geschäftszeiten erreichbar?
- Wer übernimmt die erste Bewertung der Meldung?
- Gibt es eine zweite oder dritte Kontaktperson?
- Wer darf beziehungsweise kann das Objekt im Bedarfsfall betreten?
- Wer kann anhand vorhandener Informationen oder Alarmbilder eine erste Einschätzung vornehmen?
- Wann wird ein Sicherheitsdienst oder die Polizei eingeschaltet?
- Was passiert, wenn die zuerst zuständige Person nicht erreichbar ist?
Ein organisatorischer Fehler besteht häufig darin, eine technisch funktionierende Alarmanlage zu besitzen, ohne eindeutig festgelegt zu haben, wer nach einer Alarmmeldung eigentlich handeln soll. Deshalb gehört die Alarmkette aus unserer Sicht genauso zur Vorbereitung des Systems wie die Zuordnung eines Melders oder eines Transponders.
Bei einem möglichen Einbruch hat die eigene Sicherheit Vorrang
Ebenso wichtig ist das richtige Verhalten nach einer Alarmmeldung. Besteht ein konkreter Verdacht darauf, dass sich eine unberechtigte Person im Objekt befindet, sollten Mitarbeiter oder Betreiber nicht eigenständig versuchen, das Gebäude zu durchsuchen oder einen möglichen Täter zu stellen.
Die Alarmtechnik soll dabei helfen, eine gefährliche Situation frühzeitig zu erkennen und eine geordnete Reaktion einzuleiten. Sie soll nicht dazu führen, dass sich Mitarbeiter oder Betreiber selbst einer vermeidbaren Gefahr aussetzen.
Auch dieser Punkt gehört deshalb zur späteren Einweisung des Betreibers.
EN 50131 Grad 2 – mehr als eine einfache Smart-Home-Lösung
Die eingesetzte Comfion-Zentrale ist nach EN 50131 Grad 2 zertifiziert. ABUS nennt für die FUAA80000 unter anderem die Normen EN 50131-1+A3:2020, EN 50131-3:2009 und EN 50131-5-3:2017. Die Zentrale verfügt zudem über Sabotageüberwachung und überwacht die Funkkommunikation. Damit handelt es sich nicht lediglich um eine App mit angeschlossenen Funkmeldern, sondern um ein Sicherheitssystem mit definierten Anforderungen an professionelle Einbruchmeldetechnik.
Die Zertifizierung ersetzt allerdings keine fachgerechte Planung.
Auch ein zertifizierter Melder funktioniert nur sinnvoll, wenn er richtig positioniert, programmiert, geprüft und anschließend im Alltag korrekt bedient wird.
Vorbereitung und Montage der Zentrale
Nach Abschluss der Planung und Programmierung begann die eigentliche Montage. Die Alarmzentrale wurde am vorgesehenen Standort befestigt und an die vorhandene Strom- und Netzwerkinfrastruktur angebunden. Bei den notwendigen Bohrarbeiten wurde der Arbeitsbereich geschützt und die vorhandene technische Umgebung berücksichtigt. Gerade bei Arbeiten in bestehenden Gewerbeeinheiten gehört dies für uns selbstverständlich dazu: Sicherheitstechnik soll nach der Montage funktionieren – und die vorhandene Einrichtung während der Arbeiten möglichst wenig beeinträchtigt werden.
Funktechnik reduziert Leitungsarbeiten – nicht die notwendige Sorgfalt
Die einzelnen Comfion-Komponenten kommunizieren per Funk mit der Zentrale. Dadurch müssen zwischen Zentrale und den einzelnen Meldern keine separaten Alarmleitungen durch das gesamte Objekt gezogen werden. ABUS verwendet bei der Comfion verschlüsselten 868-MHz-Funk und sieht außerdem eine Erkennung von Jamming-Versuchen vor. Das reduziert insbesondere in bestehenden Gebäuden den baulichen Aufwand. Es bedeutet allerdings nicht, dass eine Funkalarmanlage einfach „hingeklebt und eingeschaltet“ wird.
Auch bei einem Funksystem bleiben zahlreiche handwerkliche und technische Schritte notwendig:
- Montageposition festlegen
- Untergrund prüfen
- Komponenten fachgerecht befestigen
- Geräte in das System einlernen
- Räume und Bereiche zuordnen
- Benutzer einrichten
- Transponder einlesen
- Alarmwege konfigurieren
- Funktion und Kommunikation prüfen
Inbetriebnahme und technische Übergabe
Nach Abschluss der Montage wurden die einzelnen Komponenten kontrolliert und den zuvor vorgesehenen Räumen beziehungsweise Bereichen zugeordnet. Die beiden Bedienteile wurden eingerichtet, die zwei Innensirenen eingebunden und die 15 Transponder eingelesen und den vorgesehenen Mitarbeitern zugewiesen. Anschließend erfolgte die technische Übergabe der Alarmanlage an den Betreiber.
Damit ist eine solche Installation allerdings noch nicht vollständig abgeschlossen.
Die Einweisung gehört zum Auftrag
Am folgenden Tag erfolgt eine ausführliche Einweisung des Betreibers in das installierte System. Dabei werden unter anderem behandelt:
- Aktivieren und Deaktivieren der Alarmanlage
- Bedienung über Transponder und PIN
- Benutzer und Berechtigungen
- Bedeutung der verschiedenen System- und Alarmmeldungen
- Verhalten bei Fehlbedienung
- Alarmierungswege
- Alarm- und Reaktionskette
- Verhalten bei einem tatsächlichen Alarmereignis
- spätere Anpassungs- und Erweiterungsmöglichkeiten
Auch die Frage, welche Personen bei einem Alarm tatsächlich informiert werden und wer anschließend welche Aufgabe übernimmt, wird noch einmal gemeinsam betrachtet. Denn unser Ziel ist nicht, eine Alarmanlage zu montieren, deren Funktionen anschließend niemand sicher beherrscht.
Eine Sicherheitstechnik ist erst dann alltagstauglich, wenn der Betreiber weiß, was sie meldet, wie sie richtig bedient wird und was im Ernstfall zu tun ist.
Spätere Erweiterungen wurden bereits mitgedacht
Der derzeitige Ausbau bildet den aktuell gemeinsam mit dem Betreiber festgelegten Sicherheitsbedarf ab. Das System lässt jedoch spätere Erweiterungen zu. Dazu können je nach weiterer Planung beispielsweise zusätzliche Melder, Kameras, Automatisierungsfunktionen oder kompatible elektronische Zutrittslösungen gehören. Für die FUAA80000 nennt ABUS unter anderem die Einbindung von bis zu vier kompatiblen IP-Kameras sowie die Kompatibilität mit entsprechenden ABUS-Zutrittslösungen.
Damit muss bei veränderten betrieblichen Anforderungen nicht zwangsläufig das gesamte Sicherheitssystem neu aufgebaut werden.
Fazit
Dieser Auftrag zeigt gut, dass die eigentliche Montage nur einen Teil einer professionellen Alarmanlageninstallation ausmacht. Am Anfang standen die Analyse der Gewerbeeinheit, Gespräche mit dem Betreiber und die Erstellung einer Grundrissskizze. Danach folgten die Auswahl der benötigten Komponenten, das Benutzer- und Berechtigungskonzept, die Programmierung der Bereiche, die Zuordnung der Komponenten und Transponder sowie schließlich die eigentliche Montage und Funktionsprüfung. Installiert wurden:
- eine Comfion Alarmzentrale
- zehn Bewegungsmelder
- zwei PIR-Kameramelder
- elf Rauchwarnmelder
- zwei Innensirenen
- zwei MIFARE-DESFire-Bedienteile
- 15 Transponder
Ebenso wichtig wie diese sichtbare Technik sind jedoch die Dinge, die später auf keinem Montagefoto zu erkennen sind: klare Zuständigkeiten, verständliche Bedienung, sinnvolle Alarmwege, eine festgelegte Alarmkette und das richtige Verhalten im Ernstfall. Erst wenn Technik, Menschen und betriebliche Abläufe zusammenpassen, wird aus einzelnen Komponenten ein funktionierendes Sicherheitssystem.
Unser Leistungsbereich
Wir beraten, planen, montieren und betreuen Alarm- und Sicherheitstechnik für Gewerbeobjekte, Büros, Praxen, Werkstätten, Lagerflächen und andere gewerblich genutzte Einheiten in Bremen und Umgebung. Dabei betrachten wir eine Alarmanlage nicht isoliert.Je nach Objekt können auch mechanischer Einbruchschutz, Schließtechnik, Zutrittskontrolle, Videoüberwachung und organisatorische Abläufe Bestandteil einer sinnvollen Gesamtbetrachtung sein. Wir übernehmen unter anderem:
- Analyse des Objekts und des tatsächlichen Sicherungsbedarfs
- Planung geeigneter Melder und Überwachungsbereiche
- Montage und Einrichtung von Funkalarmanlagen
- Einrichtung von Benutzern und Berechtigungen
- Transponder- und PIN-Verwaltung
- Planung von Alarmierungswegen und Alarmketten
- Integration geeigneter Gefahrenmelder
- Einbindung beziehungsweise Planung von Videoüberwachung
- Einweisung der Betreiber und verantwortlichen Personen
- spätere Erweiterung und Anpassung
- Prüfung und Wartung vorhandener Sicherheitstechnik
Ziel ist nicht möglichst viel Technik, sondern eine Lösung, die zum Objekt, zur Nutzung und zum tatsächlichen Sicherheitsbedarf passt.
Ihr Ansprechpartner für Alarmanlagen und Einbruchschutz in Bremen
Wenn Sie für Ihr Büro, Ihre Praxis, Werkstatt, Lagerfläche oder eine andere Gewerbeeinheit eine Alarmanlage planen, sollte nicht die Produktauswahl am Anfang stehen. Zuerst sollte geklärt werden, was geschützt werden soll, wie das Objekt genutzt wird, wer die Anlage bedient und was im Alarmfall passieren soll. Wir unterstützen bei Beratung, Planung, Montage, Einrichtung und Einweisung und betrachten dabei auch Benutzerrechte, Alarmwege und organisatorische Abläufe.
Schlegel Sicherheitstechnik
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